„Fragt nicht, was die Kirche für Euch tun kann…“

„Ich hab festgestellt, dass ich mehr Zeit in den Kirchenaustritt gesteckt hab, als die Kirche wohl jemals in mich investiert hat“, schreibt David Holte auf Twitter. Holte ist gemeinsam mit Erik Flügge Autor des Buches „Eine Kirche für Viele statt heiligem Rest“.

„Fragt nicht, was Amerika für euch tun wird“, hat John F. Kennedy einmal gesagt, „sondern fragt, was wir gemeinsam tun können für die Freiheit des Menschen.“

Ich will kein großes Fass aufmachen und anfangen über die Kirchensteuer und all die Fehler der Institution Kirche aufzählen, die einen formalen Austritt aus der „Körperschaft Kirche“ rechtfertigen könnten. Ich möchte auch keine theologische Abhandlung über die Kirche als Gemeinschaft aller Gläubigen, als lebendige Braut Christi, beginnen.

Doch statt mit verschränkten Armen dazusitzen und darauf zu warten, dass „die“ Kirche auf mich zukommt und mir alle Steine aus dem Weg räumt, wäre es nicht an der Zeit stattdessen die Ärmel hochzukrempeln und anzufangen ein lebendiger Baustein dieser Kirche zu sein, genau dort, wo Gott mich hingestellt hat?

Ja, das war natürlich nur eine rhetorische Frage. Statt rumzujammern und öffentlichwirksam das eigene Leiden an der Kirche zu zelebrieren, von der man sich eigentlich entfernt hatte (warum die so gescholtene Kirche das auch noch mitmacht, ist eine andere Frage…), könnte man entgegnen:

„Fragt nicht, was die Kirche für Euch tun kann. Fragt, was Ihr für die Kirche tun könnt.“

Es klingt pathetisch und ein wenig selbstgerecht. Aber als sündiges Mitglied dieser Kirche nehme ich mir das einfach mal heraus.

(Foto: Screenshot Twitter David Holte)

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