Ruhe in Frieden, Kardinal Meisner!

Am 5. Juli 2017 verstarb Joachim Kardinal Meisner. Der frühere Erzbischof von Köln hat sein Bistum geprägt wie nur wenige. Ich habe ihn – trotz aller Fehler und Schwächen – immer bewundert für seine Aufrichtigkeit. Er ist damit oft angeeckt und hat manche Menschen damit verletzt.

Hatte er sich erst mal in seinen „heiligen Zorn“ hineingesteigert, war kaum jemand vor ihm sicher. Auch ich nicht.

Ein Jahr ist nun seit seinem Tod vergangen. Kurz vor dem Weltjugendtag 2016 in Krakau hatten wir von EWTN die Möglichkeit mit ihm zu sprechen. Es war ein denkwürdiges Interview, das er mit den Worten beendete:

„Gut, und jetzt hau ich ab!“

Kardinal Meisner wird uns auch weiterhin fehlen. Ruhe in Frieden!

Hier zum Beitrag: „Gut, und jetzt hau ich ab“ – Meine letzte Begegnung mit Kardinal Meisner.

Alle Interviews mit den Trauergästen am Tag des Requiems von Kardinal Meisner gibt es hier.

 

Die gefrorene Bierdose – Eine Kunstanalyse

In Zeiten wie diesen ist es wichtig, genau die Themen wieder in den Mittelpunkt zu rücken, die die Menschen wirklich bewegen. Es muss Schluss sein mit banalem Alltagsgeplänkel und oberflächlicher Pöbelbelustigung, die lediglich auf möglichst viele Klicks und Likes aus ist.

Als seriöser Journalist nehme ich diese Aufgabe sehr ernst. Und habe deshalb etwas geschrieben.

Über eine gefrorene Bierdose.

Zu meinem Artikel bei f1rstlife.de geht es hier lang! Viel Freude damit!

 

Darum sind Katholiken die besseren Fußballfans

Gut, eigentlich war geplant, dass mein Artikel kurz nach dem Erreichen des Achtelfinals erscheint, weil sich da auch der Rest Deutschlands noch für Fußball interessiert.

Und jetzt… naja .

Wie auch immer: Hier ist mein neuester Artikel für die Tagespost!

 

Bischof Kohlgraf rätselt

Im Kommunionstreit hat sich Bischof Peter Kohlgraf erneut zu Wort gemeldet. Bereits in der Vergangenheit hatte er sich über das aktuelle Streitthema so geäußert:

„Denken wir eigentlich, wir müssten den lieben Gott beschützen, indem wir bestimmen, wer zur Kommunion gehen darf und wer nicht?“

Zu meinem Artikel bei CNA Deutsch geht’s hier lang.

Das Selbstbewusstsein von Margot Käßmann

Margot Käßmann hat sich in einem Interview darüber beschwert, dass Papst Franziskus noch zu wenig Reformen betreibe. Gleichzeitig gab sie selbstbewusst zu Protokoll, dass die evangelische Kirche in dem, was sie „modern“ nennt, schon viel weiter sei. Zitat:

„So weit müssen sie in der Katholischen Kirche erst noch kommen.“

Zum Interview geht’s hier lang.

Markus Hofmann über die Ökumene

Auf dem Katholikentag in Münster gab es viele Aufreger. Das Thema der Kommunion für konfessionsverschiedene Ehepaare wurde dabei besonders heiß diskutiert. Kardinal Marx hat sich mehrfach dafür ausgesprochen, aus der bisherigen Ausnahmeregelung die Regel zu machen, auch das ZdK und andere kirchensteuerfinanzierten Verbände blasen in dieses Horn. Echte Ökumene, so der Tenor, könne es nur dann geben, wenn die lästige Unterscheidung zwischen „Abendmahl“ und „Eucharistie“ aufgehoben ist.

Wohltuend ruhig und unaufgeregt hat sich am Rande des Katholikentags der neue Generalvikar Markus Hofmann zu den Fortschritten in der Ökumene geäußert und dabei auch noch Tipps gegeben, wie ein Leben nach dem Katholikentagsmotto „Suche Frieden!“ gelingen kann.

Das Interview, das wir in der Medienmeile am Stand von EWTN gedreht haben, gibt es hier:

„Mary’s Land“ – der Medjugorie-Film

Über ein Jahr ist es schon her, seit ich den Film „Mary’s Land“ zum ersten Mal gesehen und für „DIE TAGESPOST“ darüber geschrieben habe. Der Film ist ein Phänomen, hat er es doch tatsächlich geschafft, viele Kinobetreiber zu überzeugen, den Film ins Programm zu nehmen.

Er wurde mir von vielen gläubigen Christen wärmstens empfohlen, da „Mary’s Land“ ein toller Film sei, der das Wirken der Gottesmutter in der heutigen Zeit gut zeigen würde.

Was das angeht, wurde ich jedoch enttäuscht, da sich „Mary’s Land“ fast ausschließlich mit den Vorgängen (Erscheinungen?) in und um Medjugorie und deren Wirkung auf Gläubige aus aller Welt befasst. Anerkannte Erscheinungsorte wie Fatima und Lourdes werden wenn dann nur gestreift. Guadalupe ist sogar nur auf der Stofftasche eines mitspielenden Models erkennbar.

Wie dem auch sei, genug gemeckert. Zum Artikel geht es hier lang.

Photobomber und Mitarbeiter des Monats!

Beim „Fest der Jugend“ am Pfingstwochenende konnte ich erneut meine Reife und den eigenen Anspruch, als erwachsener Mensch ernstgenommen zu werden, zum Ausdruck bringen.

Gott sei Dank wurde der perfekt durchchoreografierte Auftritt im Bewegtbild festgehalten (ab 5h 20min 20 sec):

Hiermit bewerbe ich mich als „Mitarbeiter des Monats“.

„Fragt nicht, was die Kirche für Euch tun kann…“

„Ich hab festgestellt, dass ich mehr Zeit in den Kirchenaustritt gesteckt hab, als die Kirche wohl jemals in mich investiert hat“, schreibt David Holte auf Twitter. Holte ist gemeinsam mit Erik Flügge Autor des Buches „Eine Kirche für Viele statt heiligem Rest“.

„Fragt nicht, was Amerika für euch tun wird“, hat John F. Kennedy einmal gesagt, „sondern fragt, was wir gemeinsam tun können für die Freiheit des Menschen.“

Ich will kein großes Fass aufmachen und anfangen über die Kirchensteuer und all die Fehler der Institution Kirche aufzählen, die einen formalen Austritt aus der „Körperschaft Kirche“ rechtfertigen könnten. Ich möchte auch keine theologische Abhandlung über die Kirche als Gemeinschaft aller Gläubigen, als lebendige Braut Christi, beginnen.

Doch statt mit verschränkten Armen dazusitzen und darauf zu warten, dass „die“ Kirche auf mich zukommt und mir alle Steine aus dem Weg räumt, wäre es nicht an der Zeit stattdessen die Ärmel hochzukrempeln und anzufangen ein lebendiger Baustein dieser Kirche zu sein, genau dort, wo Gott mich hingestellt hat?

Ja, das war natürlich nur eine rhetorische Frage. Statt rumzujammern und öffentlichwirksam das eigene Leiden an der Kirche zu zelebrieren, von der man sich eigentlich entfernt hatte (warum die so gescholtene Kirche das auch noch mitmacht, ist eine andere Frage…), könnte man entgegnen:

„Fragt nicht, was die Kirche für Euch tun kann. Fragt, was Ihr für die Kirche tun könnt.“

Es klingt pathetisch und ein wenig selbstgerecht. Aber als sündiges Mitglied dieser Kirche nehme ich mir das einfach mal heraus.

(Foto: Screenshot Twitter David Holte)

Tobias Klein über den „heiligen Rest“

Als Reaktion auf die Diskussion über den „heiligen Rest“ hat der Berliner Blogger Tobias Klein einen bemerkenswerten Beitrag verfasst. Tobias, der innerhalb der Blogozese bekannt ist für seine ausufernden Verbalexzesse (zwinker, zwinker!), hat sich erneut seinen „heiligen Zorn“ von der Seele geschrieben und ich finde, dass man das, was am Ende bei rausgekommen ist, gut lesen kann und lesen sollte.

Übrigens nicht nur deshalb, weil er sich äußerst schmeichelhaft über meinen Tagespost-Artikel äußert:

„Ein entschieden anderes Bild vom „heiligen Rest“ zeichnet Rudolf Gehrig in seinem so betitelten Beitrag in der Kolumne „Junge Federn“ der „Tagespost“. Darin beschreibt er die „maximal zwanzig Leute“, die sich in einer ungenannten Kirche vor einer Werktags-Abendmesse zur Eucharistischen Anbetung versammeln.“

Zum Beitrag.

P.S.: Tobias Klein ist auch verantwortlich für die Übersetzung des vielbeachteten Buches „Die Benedikt Option“ von Rod Dreher.