In eigener Sache: Neuer Job!

Seit dem 1. Oktober 2013 arbeite ich seit genau sechs Jahren für den katholischen Fernsehsender EWTN.TV in Köln. Am 1. Oktober 2019, genau sechs Jahre später, ist eine zweite große Aufgabe dazugekommen: Die katholische Nachrichtenagentur CNA Deutsch macht mich zum Chefkorrespondenten für das deutschsprachige Europa.

Als katholischer Journalist ist es eine Ehre für mich meinen Teil dazu beizutragen, dass vom “normalen” Gottesdienstbesucher bis zum glaubensfernen Kirchenkritiker die Menschen weiterhin von der Kirche hören werden. Ich werde vor allem aus dem deutschsprachigen Teil der Weltkirche berichten und gelegentlich die Geschehnisse mit katholischer Brille kommentieren.

Weiterhin werde ich für die EWTN-Familie als Redakteur, Moderator und Berichterstatter arbeiten. Einige neue Sendungen sind bereits in Planung, auch bei Live- oder Sondersendungen wird man hin und wieder (wohl oder übel) mein Gesicht auf der Mattscheibe sehen. Oft werden beide Aufgabenbereiche verschmelzen, wie demnächst, wenn ich Mitte Oktober für EWTN und CNA Deutsch aus Rom über die bevorstehende Amazonas-Synode berichten darf.

Ich freue mich darauf, für CNA Deutsch einen unverstellten, katholischen Blick auf die Kirche in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu werfen. Ich danke dem Chefredakteur Anian Christoph Wimmer für die Möglichkeit hierbei mein Wissen und meine Erfahrungen einzubringen.

Journalisten sind zwar oft in der Versuchung als “Welterklärer” oder “Besserwisser” aufzutreten. Ich für meinen Teil erinnere mich jedoch immer wieder gerne an eine Szene aus den Kult-Filmen von “Don Camillo”, in der der legendäre Priester sichtlich verzweifelt seine Augen zum gekreuzigten Herrn erhebt und fragt:

“Jesus, wer wird die Menschen jemals verstehen?”

Die Antwort kommt mit einer sanften Stimme: “Ich.”

Rudolf will’s wissen: Geistiger Kampf

Noch bis November läuft im regulären Programm von EWTN Deutschland meine Serie “Rudolf will’s wissen – Geistiger Kampf”. Darin spreche ich mit dem Schweizer Weihbischof Marian Eleganti (Bistum Chur) über Schwierigkeiten im Gebet und in der Gottesbeziehung. Wie kann ich Gottes Willen von meinen eigenen Hirngespinsten unterscheiden? Wie gehe ich mit meiner inneren Unruhe um? Was ist, wenn ich nicht mehr beten kann/will?

Mit Weihbischof Marian Eleganti im Gespräch. Foto: EWTN

Gedreht haben wir die Serie im Herbst 2016. Der Drehort war traumhaft, wir nutzen dabei die Räumlichkeiten des Bistums in Chur. Für die verschiedenen Intros der Serienteile haben wir nicht nur in der wunderschönen Innenstadt von Chur gedreht, sondern auch im bekannten Ski-Gebiet Arosa. Über kurvige Abenteuerstraßen sind wir bis zum Berggipfel gefahren, damit ich nachdenklich durch den Schnee stapfen kann.

Eine weitere Besonderheit war außerdem die Mitwirkung von Bernarda. Die junge Katholikin ist eine Bekannte von Weihbischof Eleganti und mit einem Gesangstalent ausgestattet worden, das Gott mir selbst vorenthalten hat. Gemeinsam mit dem Weihbischof hat sie vor jeder Sendung ein neues Lied eingesungen.

Die gesamte Serie läuft noch bis Ende November bei EWTN (zum Wochenprogramm geht’s hier). Doch Menschen mit Internetzugang haben bereits jetzt die Möglichkeit, diese und weitere Serien in der EWTN-Mediathek abzurufen. Zur Serie “Rudolf will’s wissen – Geistiger Kampf” geht’s hier lang!

Viel Freude damit!

Auf dem Gipfel. Foto: EWTN

Warum glaube ich?

Viele Menschen sagen mir, dass sie glauben möchten. Was sie aber wirklich wollen, ist eine schnelle Hilfe gegen alles, was sie plagt.“ Dieser Satz stammt von Mutter Angelica, der Gründerin des weltweit größten katholischen Mediennetzwerkes EWTN. Als ich vor drei Wochen wegen meiner Weisheitszähne darniederlag und mich beim Herrn bitterlich über mein schweres Kreuz beklagte, stellte ich fest, das an diesem Satz mehr dran ist, als ich mir eingestehen wollte.

Sobald der Glaube nur zweckorientiert bleibt, verliert er viel von der Wertigkeit dessen, was er eigentlich sein will: Liebe. Sicher, Glaube heißt auch Vertrauen, Hoffen, Gehorsam, Disziplin. Doch in seiner vollendeten, perfekten Form ist er nichts als reine Liebe. Aber: Auch wenn Sie sich erst dann an Gott wenden, weil es wirklich nicht mehr anders geht und Sie Gott aber wieder vergessen haben, sobald Ihre Probleme erledigt sind und es Ihnen wieder gut geht, dann ist auch das Glaube. Es ist zwar ein Glaube, der momentan noch vom Defizit der Zweckmäßigkeit geprägt ist, aber es ist Glaube.

Die Sehnsucht nach Gott und der heimliche Neid auf gläubige Menschen rührt manchmal genau daher, dass der Eindruck entsteht, dass diese Gläubigen einen “Joker” in der Hinterhand haben, wenn es mal nicht läuft. Gott wird als eine Art Heinzelmännchen betrachtet, der nachts den Müll aufräumt, sich dann aber wieder still und heimlich verzieht. Gott ist der Butler, der weitestgehend unsichtbar seinen Dienst am Kunden verrichtet, sich aber nicht weiter einmischt und stattdessen zu jedem Scheiß ein “Gute Wahl, Sir!” von sich gibt. Klar: Gott ist viel mehr als das. Doch bei manchen ist vielleicht genau diese Vorstellung der zarte Anfang einer echten Gottesbeziehung.

Natürlich muss der Glaube über die Vorstellung eines sich im Hintergrund haltenden Erfüllungsgehilfen, eines Deus ex machina hinaus wachsen. Doch vielleicht machen wir es uns manchmal zu einfach, wenn wir Leute verurteilen, die Gott noch aus diesem Blickwinkel betrachten. Auch unser eigener Glaube ist nicht aus dem Nichts gewachsen. Jedem sollte die Chance zugestanden werden, im Glauben zu wachsen.

Als der Zahnarzt sich neulich über mich beugte und wie wild mit seinen Instrumenten in meinem Rachen herumfräste und verzweifelt versuchte meine vier Weisheitszähne herauszubrechen, habe ich so intensiv zu Gott gebetet wie lange nicht mehr und Ihn darum angefleht meine Qualen abzukürzen. Hinterher musste ich dann doch auch ein wenig über mich selbst lachen und ich mich ernsthaft fragen, warum ich erst dann wieder ein so tiefes Verhältnis zu Gott bekomme, wenn ich von (scheinbar) unerträglichen Schmerzen gepeinigt werde. Die Aufforderung im Glauben zu wachsen und die Gottesbeziehung in wirklich jeder Lebenslage frisch zu halten, geht deshalb auch an mich, um nicht selbst dauerhaft auf der Entwicklungsstufe hängen zu bleiben, die laut Mutter Angelica den Glauben lediglich als “eine schnelle Hilfe gegen alles, was sie plagt“ betrachtet.

Übrigens: Falls Ihnen bei Zahnarzt-Terminen ebenfalls ganz bange ist, lege ich Ihnen gerne einen anderen Spruch der bekannten EWTN-Gründerin ans Herz:

“Gott liebt Sie so sehr, dass Er jede Träne kennt, die Sie jemals geweint haben.”

In diesem Sinne: Machen Sie sich nicht so viele Sorgen und fühlen Sie Ihrer eigenen Gottesbeziehung ruhig mal wieder auf den Zahn!

Bischof Oster: “Haben wir genug Glauben?”

“Was muss man eigentlich alles tun? Zunächst einmal: Glauben. Es hilft ja auch nicht in Aktionismus zu verfallen und alle möglichen Dinge zu tun.“ Als ich den Passauer Bischof Stefan Oster Anfang des Jahres am Rande des Weltjugendtags in Panama für EWTN interviewt habe, war natürlich auch die aktuelle Glaubens- und Berufungskrise in Deutschland Thema unseres Gesprächs. Von übereilten “Reformen” hält der Passauer Oberhirte offensichtlich wenig.

Stattdessen gehe es um das “persönliche Ringen um Heiligkeit, auch die Dimension des Opfers, die Dimension des aufrichtigen persönlichen Gebetes und die Bereitschaft mit jungen Menschen zu gehen“. In Hinblick auf die immer häufig leer bleibenden Priesterseminare sei die entscheidende Frage:

“Haben wir genug Glauben, dass der Herr jeden Menschen beruft?“

Das Interview wurde Mitte Januar auf einer sonnigen Terrasse über den Dächern Panama Citys aufgezeichnet und ist hier abrufbar. Eine kurze Zusammenfassung gibt es hier bei CNA Deutsch.

Foto: EWTN.TV, Screenshot von der Serie “Rudolf will’s wissen – Wie erkenne ich Gottes Plan für mein Leben?”

“Selig, die nicht sehen und doch glauben”

Die Kirche feiert heute den Gedenktag des “ungläubigen Thomas”. Dabei war Thomas gar nicht ungläubig – er wollte es nur genau wissen. Während die übrigen Apostel dem auferstandenem Herrn bereits begegnet sind und voller Begeisterung davon schwärmten, war Thomas noch skeptisch:

“Wenn ich nicht das Mal der Nägel an seinen Händen sehe und wenn ich meinen Finger nicht in das Mal der Nägel und meine Hand nicht in seine Seite lege, glaube ich nicht.”

Gesagt, getan. Als ihm acht Tage später Jesus wahrhaftig gegenüberstand, durfte sich Thomas selbst überzeugen. Erschüttert und voller Ehrfurcht entfuhr ihm ein: “Mein Herr und mein Gott!”

Jesus: “Weil du mich gesehen hast, glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben.”

Kleiner Insider-Tipp am Rande: Wer glauben UND sehen will, dem sei der katholische Fernsehsender EWTN.TV ans Herz gelegt. Grins.

Nachzulesen: Johannes 20,24-29.

Heute vor sechs Jahren: Mein erster “YOUCAT – Update! Beichten!”

Vor sechs Jahren, es war der 28. Juni 2013, wurde ich morgens in das Pfarrbüro der Gemeinde “St. Josef der Arbeiter” in Senden/Iller gerufen. Die Post hatte soeben ein großes Paket angeliefert und es stand mein Name drauf. Als ich den Absender las, schlug mein Herz gleich ein paar Takte schneller, doch erst, als ich das Paket aufriss hatte ich die Gewissheit: Ich hatte zum allerersten Mal ein Buch in der Hand, bei dessen Entstehung ich maßgeblich beteiligt gewesen bin. Ein kleines, lila (oder sagt man da: “violett”?) Büchlein mit dem Titel: “YOUCAT – Update! Beichten!”

Der YOUCAT war zu diesem Zeitpunkt bereits der heißeste Scheiß unter der Sonne der Neuevangelisierung. Das berühmte gelbe Buch, den Ur-YOUCAT, einen leicht lesbaren und sehr tiefgründigen Jugendkatechismus, hatte ich auch bei mir zuhause stehen. Er sollte die Jugendlichen wieder dabei helfen den Glauben zu verstehen, ohne fromme Floskeln und Klischees. Ein weiteres Buch aus der Reihe ist dort ebenfalls schon erschienen, ein Buch zur Firmvorbereitung. Doch dann, es war im Herbst 2012, wollten die YOUCAT-Macher eines zum Thema “Beichte”.

Dass ich zu der Ehre kam bei diesem Projekt mitzuwirken, habe ich zum Großteil Pfarrer Stephan Spiegel aus Senden zu verdanken, bei dem ich damals ein Jahr lang in der Pfarrei mitarbeitete (eine Art “Orientierungsjahr auf katholisch”). Er hatte den YOUCAT-Gründer Bernhard Meuser zu einem Einkehrtag eingeladen, den er für den Pfarrgemeinderat veranstaltete. Dort erzählte Meuser von den neuen Aufbrüchen in der Evangelisierung und wie der YOUCAT dabei helfen kann, diesen Glauben auch den jungen Leuten wieder verständlich zu machen. Es klingt jetzt etwas klischeehaft, aber ich weiß noch, wie mitreißend Bernhard Meuser über seine Vision gesprochen hat, sodass ich ganz aufgeregt seinen Worten lauschte und diese bestimmte, innere Unruhe verspürte, die einem anzeigt: “Boah, ich hätte so Bock, da mitzumachen!”

Aus dem ersten Interview mit Weihbischof Dick wurde eine lange Freundschaft: Seit 2013 gehe ich regelmäßig bei ihm beichten und noch heute berät er mich bei wichtigen Lebensentscheidungen.

Nach dem Einkehrtag sprachen wir persönlich miteinander. “Wir wollen ein Buch über die Beichte machen und möchten, dass du dabei bist.” Ich war überrascht. Ich ging damals schon regelmäßig beichten, etwa einmal im Monat. Aber macht mich das schon zu einem Experten für das Bußsakrament?

“Du musst kein Experte sein”, beruhigte mich Meuser. Der Gründer der Nightfever-Initiative, Andreas Süß, werde ein Vorwort schreiben und außerdem sei da noch immer Weihbischof Klaus Dick. Der Name sagte mir gar nichts. “Das ist ein emeritierter Weihbischof in Köln, du wirst dich mit ihm treffen und ein Interview führen, das wir dann mit ins Buch packen werden.”

Und so nahm die Sache ihren Lauf.

Zum ersten Mal einen Bischof umarmt

Bewaffnet mit einem elektronischen Diktiergerät, Ersatzbatterien und zur Sicherheit auch noch mit einem Kassetten-Rekorder mit Aufnahmefunktion (ich hatte wirklich Angst, dass etwas schief gehen könnte und ich direkt meinen ersten Buchauftrag in den Sand setze), kam ich mit einer frommen fränkischen Freundin in Köln an und wurde herzlich vom Weihbischof begrüßt. Ich war nervös und wusste nicht, wie ich dem hohen Herrn begegnen sollte. Er empfing uns mit offenen Armen und umarmte uns sehr herzlich. Die nächsten zwei Stunden waren spannend und aufschlussreich, ich war fasziniert davon, dass Weihbischof Dick jede Frage meines dicken Fragenkatalogs beantwortete, sogar die fiesen…

Ist die Beichte nicht ein Unterdrückungsinstrument der Kirche? Wenn ein Mörder bei Ihnen beichtet, warum gehen Sie dann nicht zur Polizei? Glauben Sie, dass Hitler in der Hölle sitzt?

So glücklich ich im ersten Moment auch damit war, dass der Weihbischof aus ausführlich und unterhaltsam antwortete, desto mehr jammerte ich, als ich noch Wochen später damit beschäftigt war, seine Antworten für das Buch mühselig abzutippen. Noch heute stehe ich tief in der Schuld der Ministrantin Anna aus Senden, die irgendwann Erbarmen zeigte und mir dabei half.

Dann nahm das Buch langsam Gestalt an. Ich schrieb eine Einleitung, diskutierte mit Bernhard Meuser einen Beichtspiegel, wir sammelten Fotos, besprachen uns mit dem Lektor Peter Bornhausen, telefonierten Andreas Süß wegen des Vorwortes hinterher und hörten uns die kritischen, aber hilfreichen Kommentare von Nils Baer an (der übrigens das Firmbuch der YOUCAT-Reihe verfasst hat). Dazu machte Alexander von Lengerke seine mittlerweile berühmt gewordenen Strichmännchen. Fast ein dreiviertel Jahr später war es endlich so weit: Das Buch ging in den Druck.

Blick auf den kleinen Tisch bei Weihbischof Dr. Klaus Dick. Hier nimmt er mir seit 2013 regelmäßig die Beichte ab.

Der große Tag

Mein aufregendes Jahr in Senden/Iller ging langsam zu Ende. Ein Jahr lang habe ich bei Pfarrer Stephan Spiegel im Pfarrhaus gewohnt, habe in der Gemeinde mitgearbeitet, im Kinderzentrum, bei den Ministranten und Firmlingen und quasi nebenbei versucht herauszufinden, was denn nun meine eigentliche Berufung ist. Erwartet Gott von mir, dass ich Priester werde? Soll ich einem Orden beitreten? Oder kann ich eine eigene Familie gründen? Und was ist mit der Schreiberei: Wird das für mich immer nur ein Hobby bleiben müssen oder kann ich das in irgendeiner Form beruflich machen?

Wie ich diese für mich quälenden Berufungsfragen beantwortet habe oder teilweise noch beantworten muss, ist eine andere Geschichte. Jedenfalls weiß ich nicht mehr genau, ob ich schon vor dem Zeitpunkt, als der YOUCAT Beichte erschien, bereits die Einladung zum Vorstellungsgespräch bei EWTN hatte. Es war klar, dass mein Jahr bei Pfarrer Spiegel bald zu Ende gehen wird und ich wusste noch nicht, wie es weitergehen sollte. Doch als die Pfarrsekretärin meinen Namen in das Pfarrhaus rief, um das große Paket entgegen zu nehmen, war das alles erst einmal egal. Ich hatte mein erstes, eigenes Werk in der Hand. Natürlich, es war nicht “mein” Werk, aber dennoch war es eine der sichtbarsten Früchte, die aus diesem Jahr hervorgegangen sind, indem ich mich fragte, wie es mit mir weitergehen soll.

Ich musste meine Freude irgendwie rauslassen. Voller Stolz nahm ich die Bücher, ging damit zurück in mein Zimmer, platzierte meine Kamera mit Selbstauslöser auf dem Schreibtisch und machte dieses Foto für Facebook:

Die Freude ist unübersehbar, ebenso die jugendliche Unbedarftheit in Bezug auf Kleidungsstil und Frisur.

Ein paar Monate später war schließlich klar, dass ich nach Köln ziehen werde, um für EWTN zu arbeiten. Dort bin ich in diesem Jahr seit sechs Jahren. Die Mitarbeit an diesem Buch hat dazu geführt, dass mein Chef die Idee hatte, eine ganze Sendung zum Thema Beichte zu machen – gemeinsam mit Weihbischof Klaus Dick.

Ausschnitt aus der Serie “Rudolf will’s wissen – Warum beichten?”

Mit diesem wiederum verbindet mich mittlerweile fast schon eine Vater-Sohn-Beziehung. Alle drei bis vier Wochen gehe ich bei ihm beichten, erzähle ihm aus meinem Leben, bitte ihn um Rat. Er ist für mich zu einem wichtigen Begleiter geworden.

Dass sich das alles mal aus der Arbeit an einem so kleinen Büchlein entwickeln würde, konnte ich damals nicht ahnen. Dass meine Frisur nur unwesentlich besser werden würde, auch nicht.

Bestellen kann man das Ding übrigens immer noch für schlanke fünf Euro hier.

Ruhe in Frieden, Kardinal Meisner!

Am 5. Juli 2017 verstarb Joachim Kardinal Meisner. Der frühere Erzbischof von Köln hat sein Bistum geprägt wie nur wenige. Ich habe ihn – trotz aller Fehler und Schwächen – immer bewundert für seine Aufrichtigkeit. Er ist damit oft angeeckt und hat manche Menschen damit verletzt.

Hatte er sich erst mal in seinen “heiligen Zorn” hineingesteigert, war kaum jemand vor ihm sicher. Auch ich nicht.

Ein Jahr ist nun seit seinem Tod vergangen. Kurz vor dem Weltjugendtag 2016 in Krakau hatten wir von EWTN die Möglichkeit mit ihm zu sprechen. Es war ein denkwürdiges Interview, das er mit den Worten beendete:

“Gut, und jetzt hau ich ab!”

Kardinal Meisner wird uns auch weiterhin fehlen. Ruhe in Frieden!

Hier zum Beitrag: “Gut, und jetzt hau ich ab” – Meine letzte Begegnung mit Kardinal Meisner.

Alle Interviews mit den Trauergästen am Tag des Requiems von Kardinal Meisner gibt es hier.

 

Markus Hofmann über die Ökumene

Auf dem Katholikentag in Münster gab es viele Aufreger. Das Thema der Kommunion für konfessionsverschiedene Ehepaare wurde dabei besonders heiß diskutiert. Kardinal Marx hat sich mehrfach dafür ausgesprochen, aus der bisherigen Ausnahmeregelung die Regel zu machen, auch das ZdK und andere kirchensteuerfinanzierten Verbände blasen in dieses Horn. Echte Ökumene, so der Tenor, könne es nur dann geben, wenn die lästige Unterscheidung zwischen “Abendmahl” und “Eucharistie” aufgehoben ist.

Wohltuend ruhig und unaufgeregt hat sich am Rande des Katholikentags der neue Generalvikar Markus Hofmann zu den Fortschritten in der Ökumene geäußert und dabei auch noch Tipps gegeben, wie ein Leben nach dem Katholikentagsmotto “Suche Frieden!” gelingen kann.

Das Interview, das wir in der Medienmeile am Stand von EWTN gedreht haben, gibt es hier:

Photobomber und Mitarbeiter des Monats!

Beim “Fest der Jugend” am Pfingstwochenende konnte ich erneut meine Reife und den eigenen Anspruch, als erwachsener Mensch ernstgenommen zu werden, zum Ausdruck bringen.

Gott sei Dank wurde der perfekt durchchoreografierte Auftritt im Bewegtbild festgehalten (ab 5h 20min 20 sec):

Hiermit bewerbe ich mich als “Mitarbeiter des Monats”.

Der Katholikentag 2018 in Münster 2018

Vom 9. bis zum 13. Mai 2018 bin ich mit EWTN.TV beim Katholikentag in Münster gewesen und habe dabei auch für CNA Deutsch berichtet.

Für EWTN habe ich an der Sendung “EWTN vor Ort – Der Katholikentag in Münster” mitgearbeitet. Alle Videos und Interviews finden Sie hier in der Playlist.

Eine kurze  Übersicht über den Katholikentag mit Weiterverlinkungen zu dem ein oder anderen Artikel gibt es hier unter “Die 7 größten Aufreger des Katholikentags”.