NEUE ARTIKEL: „Maria braucht kein Update“

Was wurde die letzte Woche nicht alles geschrieben: Eine Privatinitiative von Frauen aus dem Bistum Münster lehnen sich gegen die schier übermächtige, böse Katholische Kirche auf, die das weibliche Geschlecht seit jeher unterdrücken, in dem sie ihm die Priesterweihe verweigern. Nicht genug, dass das Priesteramt kein Machtinstrument darstellt, sondern eine Weihe, die sich ganz bewusst in den Dienst der Menschen stellt. Auch nicht genug, dass hauptsächlich Frauen das Gesicht von Mutter Kirche repräsentieren und Maria, die Mutter Jesu, nach wie vor den höchsten Rang unter allen Heiligen hat.

Nein, nicht einmal Maria reicht noch aus. Es musste ein Update geben, eine „Maria 2.0“. Offenbar war die Mutter des Herrn in der Gedankenwelt dieser zum „Kirchenstreik“ aufrufenden Frauen nicht mehr die „mächtige Kirchenfürstin“, die „der Schlange den Kopf zertritt“, sondern lediglich eine einfache, aber stumme Magd, die sich brav und gottergeben von den Mannsbildern dieser Welt unterdrücken lässt.

Dieses seltsame Marienbild gepaart mit der Vorstellung, feststehende Kirchenlehre durch als „Streik“ deklariertes Fernbleiben von den Sakramenten ändern zu können, brachte viele Katholiken in Deutschland auf die Palme.

Eine von ihnen ist Johanna Stöhr. Die Mathematiklehrerin aus dem bayerischen Schongau hat deshalb die Initiative „Maria 1.0 – Maria braucht kein Update“ ins Leben gerufen.

Die junge Mathematik-Lehrerin Johanna Stöhr aus Schongau ist der Kopf hinter „Maria 1.0 – Maria braucht kein Update!“. (Foto: privat)

Ich habe sie am 13. Mai 2019 – der Fatimatag, übrigens – für die katholische Wochenzeitung „DIE TAGESPOST“ interviewt. Das Gespräch erschien einen Tag später in der Onlineausgabe und ist hier nachzulesen.

Eine kurze Zusammenfassung des Interviews gibt es hier bei CNA Deutsch.

Markus Hofmann über die Ökumene

Auf dem Katholikentag in Münster gab es viele Aufreger. Das Thema der Kommunion für konfessionsverschiedene Ehepaare wurde dabei besonders heiß diskutiert. Kardinal Marx hat sich mehrfach dafür ausgesprochen, aus der bisherigen Ausnahmeregelung die Regel zu machen, auch das ZdK und andere kirchensteuerfinanzierten Verbände blasen in dieses Horn. Echte Ökumene, so der Tenor, könne es nur dann geben, wenn die lästige Unterscheidung zwischen „Abendmahl“ und „Eucharistie“ aufgehoben ist.

Wohltuend ruhig und unaufgeregt hat sich am Rande des Katholikentags der neue Generalvikar Markus Hofmann zu den Fortschritten in der Ökumene geäußert und dabei auch noch Tipps gegeben, wie ein Leben nach dem Katholikentagsmotto „Suche Frieden!“ gelingen kann.

Das Interview, das wir in der Medienmeile am Stand von EWTN gedreht haben, gibt es hier: