Im Nahen Osten tobt der Krieg. Heute, zwei Wochen, nachdem der Angriff auf den Iran begann und die erfolgte Kettenreaktion weite Teile der Region in Brand setzte, kehrt man in Europa mehr oder weniger zu den alten Mustern zurück. Freilich, vielen Menschen hat der Krieg den Urlaub versaut. Flüge wurden gestrichen, die Spritpreise ziehen an. Doch nachdem schon seit vier Jahren vor unserer Haustür der Ukraine-Krieg tobt, hat man sich auf fast schon perverse Weise an das Blutvergießen gewöhnt, an die Bilder von in Rauch gehüllten Städten, brennenden Fahrzeugen und ausgebombten Dörfern.
Drei Wochen vor dem Angriff auf den Iran und der erfolgten Gegenreaktion bin ich selbst noch in Israel gewesen. Ich hatte die Gelegenheit, mit dem Lateinischen Patriarchen von Jerusalem, Kardinal Pierbattista Pizzaballa, zu sprechen. „Das Leben der Christen hier wird von Tag zu Tag komplizierter“, sagte der Kardinal in unserem Interview. Das war – wohlgemerkt – noch vor dem Angriff.
Nach den Gegenangriffen des Iran auf Israel ist die Lage der Christen im Heiligen Land natürlich nicht besser geworden.
In diesen Tagen konnte ich mit Abt Nikodemus Schnabel OSB sprechen. Der deutsche Benediktiner ist nicht nur für die Dormitio-Abtei in Jerusalem zuständig, sondern auch für das Priorat Tabgha am See Genezareth.
Abt Nikodemus Schnabel ist in Israel geblieben. In unserem Interview für CNA Deutsch sprach er über seine Erlebnisse im Schutzbunker, als plötzlich der Raketenalarm losging. „Krieg ist dreckig, Krieg trifft immer die Falschen“, sagte er mir.
Das ganze Interview finden Sie übrigens hier.
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